Der bunte Stuhl – Anders alt werden: ID55-Symbolstuhl ist umgezogen

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Jörg Kasbrink, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Herne, und ID55-Gründerin Susanne Schübel haben den XXL-Stuhl ins richtige Licht gerückt. Der bunte Überzug, zusammengesetzt aus Hunderten von handgehäkelten Quadraten, symbolisiert die Vielfalt und den Spaß des „Anders alt werdens“. Foto: Arne Pöhnert

Ab in den Süden: Aus dem Quartiersbüro der Caritas am Robert-Brauner-Platz ist der kunterbunte XXL-Stuhl des Vereins „ID55 anders alt werden“ zur Altenhöfener Straße umgezogen.
Im zweiten Obergeschoss des Diakonischen Werks (DW) Herne lädt die kreativ umhäkelte Sitzgelegenheit ab sofort die Besucher der dortigen Begegnungsstätte zu Gesprächen über die Vielfalt des Alters ein.
In Empfang nahm das XXL-Möbel DW-Geschäftsführer Jörg Kasbrink: „Der Stuhl ist ein großartiges Symbol dafür, dass es in der zweiten Lebenshälfte erst richtig losgehen kann: bunt, vielfältig und mit viel Engagement in der ganzen Fülle dessen, was die Welt bietet. Genau diese Haltung möchten wir unseren Gästen und unserer Mieterschaft in den Einrichtungen und Wohnprojekten des Diakonischen Werkes vermitteln. Deshalb passt der Stuhl perfekt zu uns.“
„Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee, den Stuhl durch Einrichtungen der Herner Altenhilfe wandern zu lassen, so gut funktioniert. Damit erfüllt er seine Aufgabe, Menschen einzuladen, über ihre Bilder vom Alter ins Gespräch zu kommen“, sagte ID55-Vorstand Susanne Schübel nach dem Umzug.
„Wir sind dem Quartiersbüro der Caritas Herne und dem Diakonischen Werk sehr dankbar für die Unterstützung. Wir sind sehr dankbar, dass Mitarbeiter desDK das sperrige Möbel abgeholt und hochgetragen haben. In den Aufzug passte der Stuhl nämlich nicht.“
Die Kunstaktion geht zurück auf eine Initiative der ID55-Mitglieder um Christel Wolf, die viele Jahre als Lehrerin für Textilgestaltung tätig war. Unter Wolfs kundiger Anleitung wollten sie dem Verein anlässlich des zehnjährigen Bestehens ein Geschenk machen, das dem Wunsch, anders alt werden zu wollen, Gestalt gibt. Den Möbelbau übernahm die Schreinerwerkstatt der wewole-Stiftung. Bei der Geburtstagsfeier im wewole Forum sollte das von fingerfertigen, phantasievollen Handarbeiterinnen liebevoll verhüllte Möbel im Mittelpunkt stehen, doch Corona bereitete diesem Plan ein jähes Ende.
Die Corona-Zeit verbrachte der Stuhl deshalb im wewole-Forum im Cit-yCenter. Am Weltseniorentag im Oktober 2022 schoben ihn – mittlerweile auf Rollen montiert – ID55-Mitglieder zum Robert-Brauner-Platz zum fröhlichen Flashmob. Anschließend zog das Möbelstück ins Quartiersbüro der Caritas an der Viktor-Reuter-Straße um, wo der Stuhl im Schaufenster stand.

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