Azubi-Speeddating: Bündnis für Arbeit lud nach Herne ein

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Zahlreiche Ausbildungsbetriebe stehen zurzeit vor einer Herausforderung, die noch vor ein paar Jahren undenkbar schien: Sie haben Mühe, offene Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerbern zu besetzen.
Hier hilft ein Format des Bündnisses für Arbeit: das Azubi-Speeddating von IHK Mittleres Ruhrgebiet, Bundesagentur für Arbeit, Stadt Herne, Wirtschaftsförderung Herne, den Arbeitgeberverbänden, der Kreishandwerkerschaft, den Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden.
Das Speeddating fand bereits zum fünften Mal in Herne statt. 44 Unternehmen aus Herne konnten sich mehr als 270 Schülern präsentieren.

Ausbildung sichert Fachkräfte

Das Konzept dahinter: Betriebe, die noch Auszubildende suchen, stellen sich den jungen Menschen auf unkomplizierte Weise vor. Und Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz haben bei den zehnminütigen Speeddatings die Möglichkeit, die Betriebe von ihren Qualitäten zu überzeugen. Ein Bewerbungsmappen-Check rundet das Angebot der Veranstaltung ab.
„Ausbildung ist der wesentliche Baustein zur Fachkräftesicherung“, sagte Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bei seinem Besuch des Speeddatings. „Ein Format, von dem beide Seiten profitieren: junge Menschen auf der Suche nach einer Ausbildung und Unternehmen, die bislang bei der Suche nach geeigneten Bewerbern erfolglos waren.“ Dr. Katja Fox aus dem Führungsteam der IHK Mittleres Ruhrgebiet pflichtet Dr. Dudda bei: „Unsere Speeddatings haben sich bewährt. Aus diesem Grund finden sie mittlerweile in allen vier Städten unseres Kammerbezirks statt.“ Also auch in Bochum, Witten und Hattingen.
Dabei stehen die Chancen gut, auch kurzfristig noch einen Ausbildungsplatz zu ergattern: Allein in Herne waren Ende August 283 Plätze unbesetzt. Laut Bundesagentur für Arbeit suchten zu diesem Zeitpunkt noch etwa 220 junge Menschen eine Ausbildung.
„Beim Speed-Dating zählt in erster Linie das persönliche Perfect Match – und nicht die Note“, sagt Sandra Janßen vom Organisationsteam des Speeddatings. Viele Jugendliche seien noch immer unentschlossen, ob sie lieber eine Ausbildung beginnen, ein Berufskolleg besuchen oder ein Studium starten sollen.
Das Ausbildungsjahr beginnt zwar weiterhin traditionell am 1. August eines Jahres, viele Betriebe stellen Azubis aber auch später im Jahr ein.

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