Schulen fördern Demokratiekompetenz

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Derzeit gehen zehntausende Menschen in Deutschland für die Demokratie auf die Straßen. Doch was bedeutet Demokratie genau? Und wie kann sich jeder Einzelne von uns mit den eigenen Interessen einbringen? Genau darum geht es in einem neuen Programm für weiterführende Schulen, das das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) startet.
Der Herner Landtagsabgeordnete Alexander Vogt (SPD) ruft die Herner Schulen dazu auf, diese Chance zu nutzen und so die Demokratiekompetenz von Schülern zu stärken. Ziel des Prozesses ist es, bis zum Jahr 2026 neue demokratische Foren an Schulen zu installieren, die weit über die Vermittlung von Fachwissen über Staatsformen im Unterricht und die Organisation von Schülerparlamenten hinausgehen.
Zu diesem Zweck sammeln das NRW-Schulministerium und die DKJS zunächst Ideen und Themen, die Schüler im ganzen Bundesland beschäftigen. Was ist ihnen wichtig? Was erwarten sie von der Politik? Wie soll die Schule von morgen aussehen? Und wo möchten sie gerne mitgestalten? Antworten auf diese und andere Fragen sollen eine neue Mitbestimmungspraxis an den Schulen prägen. Das Programm richtet sich zunächst an Schüler der sechsten bis achten Jahrgangsstufe von allgemeinbildenden Schulen aller Schulformen in Nordrhein-Westfalen. Ab März 2024 werden alle Schulen der Sek I durch Mailings, eine digitale Informationsveranstaltung und eine Website über das Vorhaben informiert und zur Teilnahme eingeladen. Nach den Osterferien können sich Schulen online für eine Teilnahme bewerben. Nach den Sommerferien haben dann Schüler an bis zu 250 Schulen die Möglichkeit, mit Unterstützung durch die DKJS über einen längeren Zeitraum die eigene Schule zu erkunden und Ideen für Veränderung zu entwickeln.
Alexander Vogt erlebt als Landtagsabgeordneter jeden Tag, was Demokratie bedeutet: „Freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit, Interessen vertreten können und auch mal miteinander über Themen streiten – all das ermöglicht uns die Demokratie. Doch das ist nicht selbstverständlich. Beispiele wie Ungarn zeigen, wie rechte Parteien die Freiheit der Menschen massiv einschränken können. Um uns vor solchen Zuständen zu bewahren, ist es umso wichtiger, bereits in der Schule Demokratiekompetenz zu vermitteln und Mitbestimmung zu ermöglichen.“
Die erarbeiteten Ansätze und Ideen sollen dauerhaft an den Schulen des Landes etabliert werden, um auf diese Weise Schüler zu bestärken, sich für ihre Schulen und damit auch für die Gesellschaft einzusetzen. „Ich hoffe, dass möglichst viele Schulen in Herne teilnehmen, und bin sicher, dass sich das auf ganz Herne positiv auswirken wird“, so Alexander Vogt.

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