Neues Projekt: „Herner Quartiere – Gesunde Lebenswelten“

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Von 2018 bis 2021 wurde das Projekt „First Mover“ vom Landeszentrum für Gesundheit in Herne gefördert. Dabei wurden in Wanne-Süd gesundheitsförderliche Strukturen entwickelt, Akteure vernetzt und zielgerichtete und bedarfsorientierte Maßnahmen umgesetzt. „Es stand immer die Frage im Fokus: ,Wie können wir einen Stadtteil gestalten, damit er gesundheitsförderlich ist?‘“, berichtet Katrin Linthorst, Leiterin des städtischen Fachbereichs Gesundheitsmanagement bei einem Pressegespräch. Nun wird das Projekt durch „Herner Quartiere – Gesunde Lebenswelten“ abgelöst.

Durch das nun folgende Projekt sollen die Erkenntnisse und Erfolge aus Wanne-Süd in weitere ausgewählte Stadtquartiere getragen werden. „In den kommenden fünf Jahren werden bedarfsorientierte und verlässliche Strukturen entstehen, um ganzheitliche Strategien zur Umsetzung präventiver und gesundheitsförderlicher Ideen zu entwickeln“, erklärt Rasmus Nell aus dem Fachbereich Gesundheitsmanagement, der das Projekt betreut. Das Hauptaugenmerk des Projektes liegt auf der Etablierung von Steuerungs- und Kooperationsstrukturen, die einzelne Herner Quartiere fokussierter in den Blick nehmen können. Themen und Projektideen sollen so vor Ort gedacht und ausgeführt werden. Eine Unterstützung von Projektideen mittels Fördermittelakquise durch die Projektkoordination soll die Möglichkeiten erhöhen, Maßnahmen umzusetzen und niedrigschwellige, kostenfreie Angebote in der Lebenswelt der Menschen zu etablieren. In welchen Quartieren das Projekt aktiv wird, ist noch nicht klar. „Denkbar wäre die Arbeit in drei bis vier Quartieren gleichzeitig“, so Marie Meinhardt, Abteilungsleiterin im Gesundheitsmanagement.

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Hierfür wurde ein Projektantrag beim GKV-Bündnis zum Aufbau und Ausbau gesundheitsförderlicher Strukturen gestellt und bewilligt. Das Projektvolumen beträgt insgesamt mehr als 430.000 Euro, wovon etwa die Hälfte gefördert wird.

Die Stadt Herne wurde zudem als eine von zwölf Kommunen für das Projekt „VERBUND“ ausgewählt. Über dieses Projekt sollen die Herner Quartiere zusätzlich in Bewegung kommen. Ziel dieses Projektes ist es, Strategien der kommunalen Bewegungsförderung zu entwickeln und maßgeschneiderte Angebote an die Bevölkerung zu adressieren. Die ausgewählten Modellkommunen werden während der Projektlaufzeit von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich betreut.

 

Quelle: Stadt Herne

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