Elisabeth Gruppe zahlt „Corona-Prämie“ aus eigenen Mitteln

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Im Laufe des Jahres wurde in der Öffentlichkeit vielfach über die Zahlung einer Prämie an das Pflegepersonal diskutiert. Bundes- und Landesregierung haben die Auszahlung eines sogenannten „Pflegebonus“ beschlossen – der aber nur an wenige Krankenhäuser ausgezahlt wird. Die St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr hat sich aus diesem Grund dazu entschlossen, Mitarbeitern der besonders durch die Behandlung von Corona-Patienten betroffenen Bereichen freiwillig und aus eigenen Mitteln eine Prämie auszuzahlen. „Mit dieser eigenständigen Zahlung wollen wir uns für die Leistung der Mitarbeiter in den vergangenen Monaten bedanken“, so Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth Gruppe. Da die Landesregierung als Voraussetzung für die Auszahlung der bewilligten Mittel unter anderem eine bestimmte Anzahl behandelter Covid-19-Patienten in dem willkürlich gewählten Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Mai vorsieht, war die Klinikgruppe nicht berücksichtigt worden.
Im Gegensatz zu den Plänen der Politik erhalten die Sonderzahlung der St. Elisabeth Gruppe aber nicht nur Pflegekräfte, sondern auch andere Berufsgruppen. „Die Prämie wird an Mitarbeiter der Bereiche gezahlt, die besonders durch die Versorgung von Corona-Patienten betroffenen sind“, so Freitag. Daher erhalten neben den Pflege- und Reinigungskräften auf den Intensivstationen, den speziellen Stationen für Corona-Patienten und in den Notfallambulanzen auch die Mitarbeiter des gruppeneigenen Labors, in dem die Abstriche von Patienten und Mitarbeitern bearbeitet werden, sowie die Mitarbeiter des Hygiene-Managements die sogenannte „Corona-Prämie“.
Die Höhe der steuer- und sozialversicherungsfreien Prämie orientiert sich an der vertraglich geregelten Arbeitszeit. Mitarbeiter, die eine Vollzeitstelle haben, erhalten eine Bonuszahlung in Höhe von 1000 Euro. Teilzeitbeschäftigte erhalten einen anteiligen Betrag in Abhängigkeit von der vertraglich geregelten Arbeitszeit.

 

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Quelle: Elisabeth Gruppe

Foto: pixabay