Hilfe von der Solarmetropole Ruhr

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Auf dem Dach von Peter Wahnfrieds Haus glänzt eine neue Photovoltaikanlage. Es ist die erste, die mit Fördermitteln der Stadt Herne und des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in der Stadt mitfinanziert wurde, als Teil der Ausbauinitiative Solarmetropole Ruhr.

Mit dem Strom aus den Solarzellen kann Peter Wahnfried den Energiebedarf seines Haushaltes teilweise decken. „Wir hatten bereits gute Erfahrungen mit unserer Solarthermieanlage gemacht, damit betreiben wir unsere Heizung. Nach einigen Jahren kam der Gedanke, dass wir mit einer Photovoltaikanlage auch Strom erzeugen könnten“, sagte Wahnfried. Als die Förderung durch die Ausbauinitiative dazu kam, wurde das Projekt umgesetzt. 18.000 Euro kostet die Anlage. Von der Stadt Herne kommen 700 und vom RVR 300 Euro als Förderbetrag dazu. „Vom Regierungsbezirk Arnsberg erwarte ich noch 1.800 Euro zusätzlich“, so Wahnfried.

Pilot-Kommune Herne

Die Stadt Herne ist Pilot-Kommune der Solarmetropole Ruhr. Zehn Projekte konnten in der Stadt mit der Initiative gefördert werden. „Als diese Möglichkeit durch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda im August 2020 bekanntgegeben wurde, waren die zehn Plätze innerhalb eines Monats vergeben“, sagte Jana Ermlich, Klimaschutzmanagerin der Stadt Herne. Das Förderprogramm ist vorerst ausgelaufen.

Finanzierungsmöglichkeiten

„Wir sehen, dass es weiter großes Interesse an einer Förderung für Photovoltaikanlagen gibt. Es kommen immer noch Anträge herein. Wir sehen uns weiter nach Finanzierungsmöglichkeiten um, damit wir so ein Förderprogramm noch einmal auflegen können“, sagte Achim Wixforth, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung.

Teurer Speicher

Manfred Thiemann ist der Geschäftsführer der Fokus Energie-Systeme GmbH in Bochum. Die Firma hat die Anlage für Peter Wahnfried installiert. „Hier hat es 18.000 Euro gekostet, inklusive der Speicherbatterie für den erzeugten Strom. Das ist der Preis, den man für die Endausbaustufe mit knapp zehn Kilowattstunden Leistung zahlt. Verzichtet man auf den Speicher, liegt man rund 6000 Euro darunter. Wer wenig zu Hause ist oder wenig Strom verbraucht, der braucht nicht unbedingt eine Speicherbatterie.“

Wartungsfrei

Der Strom aus der Photovoltaikanlage wird zunächst im Haus verbraucht. Alles was über ist wird über den Stromzähler registriert und an die Stadtwerke Herne geliefert und von dort vergütet. Die Photovoltaikanlagen seien relativ wartungsfrei. „Es ist schwierig etwas zu finden, das gewartet werden müsste. Selbst die Reinigung der Solarzellen ist normalerweise nur alle sechs bis zehn Jahre notwendig“, so Thiemann.