Zusätzlicher Service am Herner Bahnhof

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Zwei gute Nachrichten verkündete die Stadt Herne. Erstens: Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) bekommt dauerhaft Verstärkung: Neun Mitarbeitende, die bisher über eine Maßnahme dort geschult wurden und erste Erfahrungen sammeln konnten, werden bei der Stadt Herne eingestellt. Zweitens: Vier Mitarbeitende, die weiterhin bei der Gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft mbH (GBH) angestellt sind, werden am Herner Bahnhof für Sicherheit und Sauberkeit sorgen.

„Großer Bahnhof im Alten Wartesaal: Zum einen freue ich mich auf die neuen Kolleginnen und Kollegen. Zum anderen stellen wir heute Maßnahmen rund um Sicherheit und Sauberkeit hier am Herner Bahnhof vor. Wir haben gute Erfahrungen mit dem Service am Wanne-Eickeler Hauptbahnhof gemacht und wollen den Service auf den Herner Bahnhof ausweiten“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Allerdings werden die vier Personen, die ab sofort von 7 bis 17 Uhr für die Reisenden ansprechbar sind, nicht bei der Bahn selbst angestellt, sondern bei der GBH. „Das ist Neuland für uns: Wir gestatten, dass andere Servicekräfte sich im Bahnhof bewegen und unseren Kunden helfen. Wir freuen uns darauf“, so Dorothee Wasel, Leiterin des Bahnhofsmanagements der Bahn.

Service an Bahnhof und Busbahnhof

Auch vor dem Bahnhof und am Busbahnhof werden die neuen Service-kräfte unterwegs sein. Karsten Krüger, Geschäftsführer der HCR, unterstützt das Programm: „Der Bahnhof ist Drehscheibe für tausende Menschen und Aushängeschild der Stadt. Es ist wichtig, den Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Ordnung am Bahnhof zu vermitteln. Außerdem sind wir dankbar, wenn wir zügig Hinweise bekommen, wo es etwas in Ordnung zu bringen gibt.“

Verstärkung für den Kommunalen Ordnungsdienst

Auch der KOD freut sich über Verstärkung. Abteilungsleiterin Sigrid Mertens sieht auch eine große Chance für die Mitarbeitenden: „Ich bin berührt. Wir haben die Maßnahme der GBH mit 13 Teilnehmenden angefangen und mit 13 Teilnehmenden aufgehört. Ich habe Menschen wachsen sehen, die mit sehr viel Engagement dabei sind.“ Sie ist froh, neun Mitarbeitende übernehmen zu können und mit den anderen vieren, die zukünftig Dienst am Bahnhof tun werden, weiterhin eng zusammen zu arbeiten.

Ein Jahr lang sind die neuen Kräfte geschult worden, Jobcenter und GBH haben für die nötige Qualifizierung gesorgt, mit Schulungen und Praktika beim KOD. Über das Teilhabechancengesetz haben die Teilnehmenden einen neuen Einstieg in den Arbeitsmarkt gefunden. „Das Programm funktioniert hervorragend, wir haben dadurch viele Menschen dauerhaft in Arbeit bekommen“, so der Leiter des Jobcenters Karl Weiß.

Eine neue Perspektive

Auch für die Teilnehmenden ist es ein wichtiger Schritt. „Für mich ist es wichtig, einen geregelten Tagesablauf und eine Perspektive zu haben. Ich schaue nach vorne und freue mich“, sagte Andreas Reimertshofer, der voraussichtlich ab dem 1. Oktober 2020 beim KOD arbeiten wird. Sein Kollege Lars Borchard hat in der Maßnahme die Erfahrung gemacht, etwas bewirken zu können: „Wichtig ist, dass auch jüngere im Team sind. Wenn jüngere Menschen einen ansprechen, kann man sie besser erreichen, wenn man ihren Tonfall trifft.“ Und Wilfried Schieber, der mit 59 Jahren nun die neue Aufgabe am Bahnhof übernimmt, ist überzeugt: „Man lernt immer wieder dazu. Ich möchte, dass sich die Leute am Bahnhof frei und sicher bewegen können, wenn wir hier arbeiten.“