A42: SPD-MdL Alexander Vogt fordert Brückenbeauftragten

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Alexander Vogt (Mitte) fordert mit weiteren SPD-Politikerinnen und -Politikern konkrete Lösungskonzepte von der schwarz-grünen Landesregierung. Foto: SPD

Anlässlich der seit Mitte Dezember andauernden Sperrung der A42 setzt die SPD-Landtagsfraktion die NRW-Landesregierung unter Druck. Gemeinsam mit weiteren SPD-Politikern aus dem nördlichen Ruhrgebiet hat der Herner Landtagsabgeordnete Alexander Vogt bei einem Vor-Ort-Termin auf die katastrophalen Auswirkungen für die Region und auch für Herne hingewiesen und dabei die Landesregierung in die Pflicht genommen, mit eigenen Maßnahmen zur Verbesserung der Lage beizutragen.
Zuletzt waren jeden Tag rund 85.000 Fahrzeuge über die Brücke gefahren, darunter 14.000 LKW. Diese Verkehrsströme suchen sich jetzt alternative Wege und werden momentan sowohl über die A2 und die A40 als auch über das nachgeordnete Straßennetz durch Essen und Bottrop über Landes- und Bundesstraßen umgeleitet.
„Das gesamte nördliche Ruhrgebiet wird unter den Folgen der Sperrung schwer zu leiden haben“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Alexander Vogt. „Doch wie schon bei der Sperrung der Rahmede-Talbrücke gibt es wieder keinen existierenden Notfallplan für die Region, wieder werden weitere Straßen und Brücken massiv zusätzlich belastet, wieder gibt es kein nachvollziehbares Umleitungskonzept, mit dem das nachgeordnete Straßennetz entlastet werden kann. De facto hat NRW noch nie einen Verkehrsminister gehabt, der sich so wenig um die Infrastruktur kümmert wie Oliver Krischer. Ein Brücken- und Infrastrukturbeauftragter für NRW würde diese Lücke füllen und Schwarz-Grün beim Regieren auch in der Verkehrspolitik betreuen. Ministerpräsident Wüst muss sich der Brückenthematik endlich als Chefsache annehmen und dringend handeln.“

Brücken-Gipfel gefordert

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Die SPD-Landtagsfraktion fordert außerdem die Einberufung eines NRW-Brückengipfels, Notfallpläne für weitere belastete Brückenbauwerke im Land und mit Blick auf die aktuelle Sperrung Umleitungen ausschließlich weiträumig über die Bundesautobahnen A2 und A40 und nicht über kommunale Straßen. Der Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler, der ebenfalls an dem Vor-Ort-Termin teilnahm, erwartet von Schwarz-Grün u.a. Förderprogramme für betroffene Wirtschaftsunternehmen sowie finanzielle Unterstützung für die Stärkung der städtischen Infrastruktur.
„Mit Blick auf die aktuelle Sperrung verlangen wir von der NRW-Landesregierung konkrete Lösungskonzepte, wie es mit der A42 weitergeht und worauf sich Anwohnerinnen und Anwohner, Unternehmen und Kommunen einstellen müssen. Die jetzige Unklarheit ist für alle Betroffenen jedenfalls unzumutbar“, so Alexander Vogt.