Vorteile für Radfahrer: Radverkehrsanlagen am Westring

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Wo die Fahrbahn erneuert wird, folgen noch Fahrradstraße-Markierungen auf der Straße. Foto: Frank Dieper/Stadt Herne

Zur „Europäischen Mobilitätswoche“ hat der Fachbereich Tiefbau und Verkehr zwei Maßnahmen auf dem Westring vorgestellt: Thorsten Rupp, Leiter des Fachbereiches Tiefbau und Verkehr, erläuterte die Neuerungen.
„Ein geschützter Radfahrstreifen im Abschnitt Bahnhofstraße bis Forellstraße konnte bereits im April eingerichtet werden. Die Fahrradstraße auf der Parallelfahrbahn zwischen ‚Lackmanns-Hof‘ und ‚Im Beismar‘ wird derzeit erneuert. Es gibt eine neue Asphaltdecke und neue Fahrbahnmarkierungen. Dazu eine eigene Ampel für den Radverkehr zur Überquerung des Westrings“, sagte Rupp.
Der Fachbereichsleiter wurde von der Mobilitätsmanagerin Melina Albrecht, der Radverkehrsbeauftragten Lea Gemmeke und Jessica Meyer, der Schnittstelle zwischen Konzeption und Planung Radverkehr, begleitet. „Wir haben auf dem ersten Abschnitt einen geschützten Radfahrstreifen eingerichtet. Die auch als ‚Protected Bike Lane‘ bezeichnete Anlage wurde auf dem Westring zwischen Forellstraße und Bahnhofstraße mit einer Gesamtlänge von 400 Metern eröffnet. Diese Radverkehrsanlage wurde von einem normalen Radfahrstreifen mit einer Breite von zwei Metern auf einen geschützten Radfahrstreifen mit einem Schutzstreifen von einem Meter Breite und Schutzbarken erweitert“, so der Fachbereichsleiter.
Dieser geschützte Radfahrstreifen ist auch ein Rettungsweg für die Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste. Radfahrer haben positiv angemerkt, dass sie hier nicht mehr von Autos geschnitten würden, da der Abstand zum motorisierten Verkehr groß genug sei.
Südlich des Kreisverkehrs Forellstraße wird an einem neuen Abschnitt gearbeitet, der den Westring zwischen Forellstraße und Germanenstraße erneuert und einen hochbordgeführten Radweg schafft. Dadurch entsteht ein getrennter Geh- und Radweg.
Im weiteren Verlauf zwischen „Lackmanns-Hof“ und „Im Beismar“ war die Fahrradstraße auf der Parallelfahrbahn bislang nur an der Beschilderung zu erkennen. Zusammen mit einer neuen Fahrbahndecke erhält sie nun umfangreiche Markierungen und geänderte Vorfahrtregelungen gegenüber den einmündenden Straßen. Sie wird außerdem zwischen „Lackmanns-Hof“ und „Schloss-Strünkede-Straße“ als Einbahnstraße für den motorisierten Individualverkehr ausgewiesen. Radfahrer dürfen diese weiterhin in beide Fahrtrichtungen befahren.
Beide Maßnahmen verbessern die Radverkehrsführung auf dem Westring und tragen zur Qualitätserhöhung für den Radverkehr bei. Insgesamt wird in Herne weiter an einem attraktiven Radwegenetz gearbeitet, so die Radverkehrsbeauftragte Lea Gemmeke.

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