Gemälde wieder an altem Standort: „Wildpferde in der Cranger Heide“

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Professor Engelbert Heitkamp (rechts) schenkt der Stadt Herne das Manfred Schatz-Gemälde, das einst die Eingangshalle seines Unternehmens zierte. Darüber freuen sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda (Mitte) und Burckhard Köhlhoff. Foto: Frank Dieper/Stadt Herne

Das großformatige Gemälde „Wildpferde in der Cranger Heide“ hängt nun wieder da, wo es vor fast 60 Jahren seinen ursprünglichen Platz hatte.
1965 schenkte die Belegschaft der Heitkamp GmbH dem Firmenchef des damaligen privaten Bauunternehmens, Robert Heitkamp, das Bild des angesehenen Wildtiermalers Manfred Schatz. Anlass war der 50. Geburtstag des Unternehmers. Nun hat Professor Engelbert Heitkamp, Sohn des damals Beschenkten und späterer Nachfolger in der Leitung der Firma, das Bild aus dem Familienbesitz an die Stadt Herne übergeben.
Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda nahm es an seinem neuen und zugleich alten Platz symbolisch in Empfang. „Mit der Rückkehr des Bildes in die ehemalige Heitkamp-Hauptverwaltung, das heutige technische Rathaus der Stadt Herne, schließt sich ein Kreis“, sagte der Oberbürgermeister bei der Übergabe des Bildes. „Ich danke Professor Heitkamp für diese großzügige Schenkung“, so Dr. Dudda weiter. Das Bild mit den hellen Wildpferden schlägt eine Brücke zum heutigen Logo der Stadt Herne mit einem stilisierten weißen Pferd. Auch im offiziellen Stadtwappen ist ein Pferd zu sehen, dort allerdings in Schwarz.
„Ich freue mich darüber, dass das Bild dorthin zurückkehrt, wo es einmal hing“, erklärte Prof. Engelbert Heitkamp. „Das Gebäude, in dem wir heute sitzen, war damals im Bau. Nach der Fertigstellung hing das Bild in der Eingangshalle.“ Dort wurde es bei einem Brand so schwer beschädigt, dass der Maler Manfred Schatz es neu anfertigte. „Er fand das neu gemalte Bild sogar noch gelungener“, erinnerte sich der Schenker. Zusammen mit dem Bild übergab Professor Heitkamp noch 14 Skizzen an die Stadt Herne. Sie zeigen Details des Bildes und wurden vor dessen Fertigstellung gemacht und dienten als Vorlagen. „Diese Skizzen übergeben wir an das städtische Emschertal-Museum, damit dort überlegt wird, wo sie einen guten Platz finden können“, sagte der Oberbürgermeister.
Ebenfalls bei der Übergabe anwesend war Burckhard Köhlhoff. Er war unter anderem Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. „Im Unternehmen herrschte ein großer Zusammenhalt. Das wird durch die Emscherpferde symbolisiert“, blickte er zurück.

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