Verrückt? Na und! – Projekttag zum Thema psychische Erkrankungen

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Depressionen, Angststörungen oder Suchterkrankungen – psychische Erkrankungen beginnen größtenteils vor dem 24. Lebensjahr und wurden im Zuge der Corana-Pandemie noch verstärkt. Deshalb möchte die Stadt Herne insbesondere Teenager und junge Erwachsene besser bei ihrer seelischen Gesundheit unterstützen.
Dafür wurde ein Projekttag mit dem Präventionsprogramm „Verrückt? Na und!“ am Emschertal Berufskolleg durchgeführt. Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit hatte der Fachbereich Gesundheit der Stadt Herne als Initiator des Projekttags 23 Schüler der höheren Berufsfachschule der elften Klasse (Schwerpunkt Gesundheitswesen), deren Lehrkräfte sowie Sozialarbeiter der Stadt Herne eingeladen. Angeleitet wurde das Präventionsprogramm „Verrückt? Na und!“ des Vereins „Irrsinnig Menschlich“ von eigens geschulten Experten des Bildungsbüros der Stadt Recklinghausen.

Foto: Schmidt

In Diskussionen, Gruppenarbeiten oder im Austausch mit psychisch beeinträchtigten Menschen wurden Aspekte wie Zukunftsängste, psychische Erkrankungen oder Suizidgedanken thematisiert.
Die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung werden nun intern ausgewertet. Eine dauerhafte Fortführung mit dem Ziel, die seelische Balance und Gesundheit der Herner Schüler zu fördern, wird angestrebt. „Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte sollten zukünftig besser mit dem Thema vertraut sein. Psychische Erkrankungen dürfen kein Tabu sein und Vorurteile müssen angesprochen werden, um Stigmatisierungen von betroffenen Personen entgegenzuwirken“, so Rasmus Nell von der Abteilung Gesundheitsförderung und -planung der Stadt Herne.
Pippa Goch vom Bürger-Selbsthilfe-Zentrum (BüZ) der Stadt Herne nimmt viele Erkenntnisse für den Aufbau der „Jungen Selbsthilfe“ mit. „Es ist sehr wichtig, besonders junge Menschen mit ihren Problemen und Herausforderungen wahrzunehmen und zu Wort kommen zu lassen. Deshalb wollen wir in Herne eine ‚Junge Selbsthilfe‘ ins Leben rufen, um Menschen zwischen 18 und 35 Jahren eine Anlaufstelle zum gemeinsamen Austausch zu bieten“, erklärt Goch.

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Soforthilfe
Die „SOFORTHILFE Herne“ bietet rund um die Uhr Unterstützung in schwierigen Lebenslagen wie bei psychosozialen Problemen. Unter Telefon 0800/6784000 erhalten Betroffene kostenlos und vertraulich Hilfestellung in akuten Krisen- und Belastungssituationen. In Kooperation mit der Gesundheitsförderung der Stadt Herne wurde das bisherige psychosoziale Beratungsangebot der „SOFORTHILFE Herne“ ab August 2022 ausgeweitet.