Barrierefreiheit: Einbau eines Blindenleitsystems

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Die Stadt Herne hat mit der Installation eines Blindenleitsystems in allen sechs U-Bahnhaltestellen begonnen. Dies betrifft sowohl die Bahnsteigebenen als auch die Verteilerebenen. Für die taktile Führung werden in den U-Bahnhaltestellen einzelne Edelstahlelemente montiert und nicht, wie aus dem Straßenraum bekannt, Betonplatten. Die Leitlinien bestehen aus Rippen, die Abzweig- und Aufmerksamkeitsfelder aus Noppen. Die rutschsicheren Edelstahlelemente werden mittels Bohren und Kleben befestigt. Auch die Treppen bleiben nicht unberücksichtigt. An jeder Stufe wird an der Vorderkante eine neue Stufenkantenmarkierung angebracht. Zudem erhalten alle Teppen Handlaufschilder, welche in Blindenschrift (Brailleschrift) die Ausgänge beziehungsweise die Fahrtrichtung der U-Bahn anzeigen.

Die Montage erfolgt, soweit möglich, unter dem laufenden Betrieb der U35. Daher findet die Umsetzung in enger Absprache mit der Bogestra statt. Eine Veränderung des Fahrbetriebes der U-Bahn ist derzeit nicht vorgesehen. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich drei Monate und wird durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) aus Mitteln des Landes NRW gefördert.

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Durch die taktile Führung werden Barrieren für Menschen mit Behinderung abgebaut und die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit des öffentlichen Verkehrsraumes verbessert.

Für die unvermeidliche Behinderung und mögliche Lärmbelästigung bittet die Stadt Herne um Verständnis.

 

Quelle: Stadt Herne

Foto: pixabay