Eishockey: Ein Zugang und ein Abgang beim HEV

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„Ich habe in Herne noch etwas gutzumachen“ – Peleikis kommt zum HEV

Der beste deutsche Verteidiger der letzten Oberliga Nord-Saison wechselt an den Gysenberg. Robert Peleikis kommt von den Hannover Scorpions nach Herne und soll der Abwehr im kommenden Jahr deutlich mehr Stabilität verleihen.

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Robert Peleikis? Herner EV? Da war doch was. In den Aufstiegs-Playoffs der Saison 2016/17 checkte der Verteidiger, damals noch in Diensten der Hannover Indians, HEV-Stürmer Aaron McLeod, so dass dieser eine lange Zeit verletzungsbedingt ausfiel. „Die Aktion war einfach maximal unglücklich. Ich weiß, dass ich in Herne noch etwas gutzumachen habe und werde dies mit starker und positiver Leistung tun“, sagt der gebürtige Freiburger.

„Wir haben über die Sache gesprochen. Für mich ist es kein großes Ding, denn ich weiß, was wir für einen feinen Menschen und Sportler bekommen. Damit ist die Sache auch abgehakt und wir freuen uns auf das, was kommt“, unterstreicht Danny Albrecht.

Der 27-jährige Verteidiger wurde im Nachwuchs des EHC Freiburg ausgebildet und machte im Breisgau auch seine ersten Spiele im Senioren-Eishockey. Weitere Stationen waren der EHC Bayreuth, die Hannover Indians und der Deggendorfer SC ehe er die letzten anderthalb Jahre für die Scorpions aus Mellendorf auf dem Eis stand.

„Danny hat sich seit Jahren um mich bemüht, nun hat es endlich geklappt. Der Ruhrpott ist völliges Neuland für mich und meine Frau. Ich freue mich für sehr laute und emotionale Fans zu spielen“, ist Robert Peleikis heiß auf die neue Aufgabe. „Zuerst soll ein Platz unter den ersten vier der Tabelle herausspringen und dies hoffentlich mit einem vollen Stadion. Danach sind perfekte Playoffs mein Wunsch mit vielleicht vier Siegen mehr als letzte Saison“, blickt er mit einem Augenzwinkern voraus.

„Robert ist seit zwei Jahren mein absoluter Wunschspieler. Er ist ein spielerisch sehr guter Verteidiger, spielt sehr hart und stellt sich immer in den Dienst seiner Mannschaft. Er hat letzte Saison gezeigt, dass er neben seiner Physis auch spielerisch zu den absoluten Top-Verteidigern in unserer Liga zählt“, freut sich der HEV-Coach auf eine wichtige Verstärkung. In der abgelaufenen Spielzeit, inklusive der Playoffs, kam Peleikis in 56 Partien auf 20 Tore und 49 Assists. Beim HEV bekommt er die Rückennummer 26.

Auch Jürgen Schubert freut sich auf den Neuzugang. „Ich habe über diese Entscheidung sicherlich mindestens eine Nacht schlafen müssen, aber das Sportliche steht hier absolut im Vordergrund. Jeder Mensch, jeder Sportler hat mal Fehler gemacht. Damit ist die Sache für uns auch erledigt und wir sind froh und stolz, dass einer der besten Verteidiger der Liga unser Trikot trägt“.

 

Herner EV und Patrick Asselin gehen getrennte Wege

Patrick Asselin wird im Spätsommer leider nicht an den Gysenberg zurückkehren. Der Stürmer hat das Vertragsangebot des HEV nicht angenommen und wird Herne nach drei Jahren wieder verlassen.

Asselin, der bereits in der Saison 2008/09 für die Grün-Weiß-Roten auf dem Eis stand, kehrte im Oktober 2018 zurück und war in den letzten drei Spielzeiten ein ganz wichtiger Bestandteil der Mannschaft. In den letzten beiden Jahren sammelte er die meisten Punkte und war Topscorer seines Teams. Vor allem in den starken Playoffs der Jahre 2019 und 2021 zeigte der Kanadier seine ganze Klasse.

„Er war immer ein Vorbild für alle Spieler der Mannschaft und ein kleines Playoff-Monster. Daher finde ich es sehr schade, dass er unser Angebot abgelehnt hat, aber so ist nun mal das Geschäft“, trauert Danny Albrecht seinem Topscorer nach. „Aber wir werden einen Ersatz finden, der in die Fußstapfen von Azzy tritt oder ihn sogar noch übertrifft“, blickt der HEV-Coach aber direkt wieder nach vorne.

Patrick Asselin kam in den letzten drei Spielzeiten auf 126 Partien im grün-weiß-roten Trikot. Der 33-Jährige Familienvater erzielte dabei 103 Treffer und gab zu 104 Toren einen Assist. „Wir haben die letzten drei Jahre in Herne sehr genossen und wünschen den Fans und der gesamten Organisation nur das allerbeste“, so Hernes ehemalige Nummer 16.

„Wir waren vor drei Jahren sehr stolz, dass wir ihn zurückholen konnten. Es war eine wunderbare Zeit. Patrick ist ein ganz toller Mensch und ein ganz toller Sportler. Er ist in Herne jeder Zeit willkommen. Wir wünschen ihm, seiner Frau und seinen beiden Kindern alles Gute“, ist HEV-Geschäftsführer Jürgen Schubert auf der einen Seite traurig, auf der anderen Seite aber auch dankbar für die gemeinsame Zeit.

 

Bild: Patrick Asselin war in den vergangenen zwei Jahren Topscorer des HEV und wird nicht mehr an den Gysenberg zurückkehren. 

 

Quelle: Herner EV

Foto: Max Schneider/Herner EV