Stadt sperrt Cranger Kirmesplatz für LKW

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Die Stadt Herne platziert derzeit Steine und Sperrpfosten auf dem Cranger Kir esplatz, um zu verhindern, dass LKW-Fahrer dort unerlaubt kampieren. Sowohl die Anwohner des Kirmesplatzes als auch der Kommunale Ordnungsdienst hatten gemeldet, dass häufig LKW-Fahrer dort ihre Ruhepausen machen und den Platz vermüllt hinterlassen.

Beim Kirmesplatz handelt es sich um eine Fläche, die der Stadt gehört und die von mehreren Straßen durchzogen ist. Die Stadt hatte bereits Schilder angebracht, um den Verkehr auf dem Kirmesplatz einzuschränken und das Kampieren zu verhindern. Da gegen diese Verbote oft verstoßen wurde, soll den LKW die Durchfahrt nun physisch versperrt werden.

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Da viele der LKW-Fahrer aus dem Ausland kommen, ist es der Stadt Herne oft nicht möglich gewesen, Ordnungswidrigkeits-Verfahren durchzuführen. Mit vielen Ländern hat die Bundesrepublik Deutschland keine Abkommen, um die Halter von Fahrzeugen zu ermitteln und Bußgeldbescheide im Ausland zu vollstrecken.

Nun werden die Grünflächen mit großen Bruchsteinen im Abstand von zwei Metern versehen. Die Straßen auf dem Kirmesplatz werden mit Pfosten abgesperrt. Wichtig ist: Die Anwohnerinnen und Anwohner können wie gewohnt zu ihren Häusern fahren, öffentliche Straßen sind nicht betroffen.

Feuerwehr, Polizei, Entsorgung Herne und andere Organisationen, die wichtige Anliegen auf dem Kirmesplatz haben, verfügen über Dreikantschlüssel, um bei Bedarf die Pfosten zu entfernen. Für die Cranger Kirmes werden sowohl Steine als auch Pfosten vorübergehend beiseite geschafft.

Derzeit liegen auf dem Kirmesplatz 80 Steine, weitere 120 wurden bestellt und werden in etwa acht bis zehn Wochen geliefert und positioniert. Die Stadt Herne beobachtet, ob diese Maßnahmen den gewünschten Effekt haben und wird das Konzept gegebenenfalls anpassen.

 

Quelle: Stadt Herne

Foto: pixabay