Interview mit Investor Gerd Hansen (we-house Herne)

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Herr Hansen, was ist das Besondere/Spannende an dem Bauprojekt?
„Mit dem we-house im Hochbunker Sodingen schaffen wir das wohl nachhaltigste Wohnhaus Deutschlands. Individuelles Wohnen in Gemeinschaft, verbunden mit extrem niedrigem Energieverbrauch und Selbstversorgung, ist besonders zukunftsfähig.“

Welche Philiosophie liegt hier zugrunde?
„Wir wollen mit gemeinschaftlichen Angeboten sowohl den Geldbeutel als auch das Zeitbudget der Bewohner entlasten. Mehr Spaß und weniger Last. Das schaffen wir durch Carsharing, sehr günstigen Mittagstisch, Gästeappartments, Wellnessbereich und mehr.“

Woran zeigt sich die Nachhaltigkeit dieses Projektes?
„Die rund 20.000 Tonnen Beton werden durch kostenlose Abwärme zum Winter hin erwärmt, sodass man eigentlich erst bei etwa 0 Grad Außentemperatur zusätzlich heizen muss. Außerdem sorgen Wasserkreisläufe für günstige Bewässerung von Garten und Indoor Farm. Hier werden pro Jahr etwa vier Tonnen Gemüse und Salat angebaut. Nicht zuletzt ist die Robustheit des Gebäudes auch ein sicherer Hort bei allen zukünftigen Wetterkapriolen.“

Wie trägt sich dieses Öko-Projekt?
„Wegen der extrem energiesparenden Bauweise und dem innovativen Konzept erhalten die Bewohner Zuschüsse von der KfW-Bank und dem Umweltministerium NRW von rund einer Million Euro. Das senkt die Investitionskosten auf deutlich unter 3000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – für ein derart revolutionäres Konzept sicherlich unglaublich günstig.