Stadt Herne zieht positive Bilanz der Extrazeit zum Lernen

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Fotos: Schmidt/ Stadt Herne

Weil die Coronapandemie bei vielen Schülern Lern- und Entwicklungsrückstände verursacht hat, gibt es seit einem Jahr das Förderungsprogramm „Extrazeit zum Lernen“, um diese Kinder zu unterstützen. Jetzt zog die Stadt Herne zusammen mit den weiteren Beteiligten Bilanz.
In Kleingruppen von bis zu 15 Kindern konnten seit den Sommerferien 2021 circa 1.100 Herner Grundschulkinder von einer zusätzlichen Förderung profitieren. Besonders Kinder mit herausfordernderen Lebensumständen wurden durch die Schulen ausgewählt, an den Projekten teilzunehmen.


Das Förderprogramm „Extra-Zeit zum Lernen“ des Ministeriums für Schule und Bildung wurde mit einer Gruppe um die Vereine „Lernen!in Herne“ und „Ruhrwerk“ sowie der Stadt Herne, die gemeinsam die Eigenanteile zur Finanzierung der Projekte gestemmt haben, realisiert. Die Umsetzung in den 18 beteiligten Herner Grundschulen haben dann die „Gesellschaft freie Sozialarbeit“, die Caritas, die Arbeiterwohlfahrt sowie das kommunale Integrationszentrum der Stadt Herne übernommen.
„Ich weiß noch, wie wir vor rund zweieinhalb Jahren begonnen haben. Gudrun Thierhoff und Cordula Klinger-Bischof von „Lernen! in Herne“ und „Ruhrwerk“ kamen auf uns zu und sagten, dass sie es in die Hände nehmen würden. Wir sehen jetzt, wie wichtig es ist, dass so ein Projekt zur Regel wird. Die „Extra-Zeit“ sollte zur regulären Zeit werden“, so Schuldezernent Andreas Merkendorf.
Über das Förderprogramm sind 600.000 Euro zusätzliche Förderung nach Herne geflossen, was eine Bildungsoffensive noch nie gewesenen Ausmaßes ermöglicht hat. „Leider endet nun die Förderung, so dass nicht klar ist, ob und in welcher Form die Maßnahmen fortgesetzt werden können. Sicher ist nur, dass die Folgen der Coronapandemie ohne zusätzliche Angebote nicht in den nächsten Jahren aufgeholt sein werden“, so Christian Kattenbeck, vom Bildungsbüro der Stadt Herne.
In den Gruppen haben zwei Übungsleiter die Förderung gezielt nach den Bedürfnissen der Kinder gestaltet. Viele Kinder hatten so die Möglichkeit, grundlegende Aufholbedarfe im Lesen, Schreiben oder Rechnen aufzuarbeiten. Auch die Kreativität oder der Spaß an Bewegung wurde gezielt gefördert. Durch die gute finanzielle Ausstattung des Projekts konnten aber auch andere Aufholbedarfe aufgearbeitet werden.

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