Nachhaltige Entwicklung: Herne wird Modellkommune

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Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Das weiß natürlich auch das kommunale Bildungsbüro und hat sich um ein Modellprojekt beworben. Mit Erfolg: Die Stadt Herne wird eine von bundesweit 50 Modellkommunen, die sich in den nächsten Monaten und Jahren intensiv mit der Bildung für Nachhaltige Entwicklung beschäftigten.

Themen wie Klima und Umwelt, aber auch gleiche Bildungschancen für alle rücken immer mehr in den Fokus. Durch die Teilnahme der Stadt am Projekt „Global Nachhaltige Kommune NRW“ und der Entwicklung einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie leistet die Stadt Herne hier bereits einen wichtigen Beitrag, die globalen Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler Ebene umzusetzen. Wie wichtig in diesem Zusammenhang der Bereich der Bildung in Zukunft sein wird, machte auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda kurz vor der Unterzeichnung der Zielvereinbarung noch einmal deutlich: „Bildung spielt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft eine entscheidende Rolle. An vielen Stellen ist dieses wichtige Thema in der Herner Bildungslandschaft bereits verankert. Zudem gehört beste Bildung von Anfang an zu den sechs Handlungsfeldern unserer Stadtentwicklung. Mit der Teilnahme am Modellprojekt nimmt die Stadt Herne Bildung für Nachhaltige Entwicklung noch mehr in den Fokus und macht es für die Stadtgesellschaft sichtbar und erfahrbar.“

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Was das genau heißt, soll zuerst im Stadterneuerungsgebiet „Wanne Süd“ deutlich werden. „Hier möchten wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort modellhaft für die Gesamtstadt Maßnahmen und Aktionen entwickeln und umsetzen“, betonte Barbara Kruse, die für das Bildungsbüro die Leitung des Projektes „Bildung – Nachhaltigkeit – Kommune“ übernimmt. Im Quartier Wanne Süd sind neben dem Stadtteilmanagement bereits viele Verbände, Vereine, Ehrenamtliche und weitere Akteure aktiv. „Diese vorhandenen Strukturen möchten wir nutzen und vernetzen, um den Nachhaltigkeitsgedanken dauerhaft zu verfestigen“, erklärte Barbara Kruse, die vor Ort nicht nur die Kitas und Schulen mit ins Boot nehmen möchte. Auch Vereine, die offene Kinder- und Jugendarbeit oder der Kulturbereich sollen für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert werden und sich mit eigenen Ideen einbringen können. „Wir haben hier die Chance, gemeinsam einen Prozess zu gestalten. Ich bin gespannt, wie sich die Menschen einbringen, wo sie Interessen, Bedarfe und Gestaltungsmöglichkeiten sehen“, freut sich die Projektleiterin schon jetzt auf den Austausch.

Auch Andreas Merkendorf, Fachbereichsleiter für Schule und Weiterbildung, zeigt sich vom Projekt angetan: „Unsere Rolle wird dabei vor allem darin liegen, bestehende Ansätze zu verdeutlichen, zu vernetzen und mit weiteren Partnern zu ergänzen.“

Bildung für Nachhaltige Entwicklung wird entlang der gesamten Bildungskette thematisiert. „Einige Schulen und Kitas haben sich in diesem Bereich auch schon auf den Weg gemacht“, erklärte Barbara Kruse. Dieser Weg wird mit dem Projekt weiter vorangetrieben. Daher will die Projektleiterin möglichst viele Akteurinnen und Akteure aus der Bildungslandschaft im Quartier erreichen. Das Quartier könne hier als eine Art Reallabor für das gesamte Stadtgebiet fungieren. Für Barbara Kruse steht daher fest: „Es wird darum gehen, wie wir als Gesellschaft gerade in Zeiten der Pandemie unsere Zukunft bewusst und nachhaltig gestalten und wie Bildung hierfür genutzt werden kann.“

Eine spannende Zusammenarbeit wünscht sich auch Dr. Marco Schmidt. Dr. Schmidt ist der für Herne zuständige Projektleiter des BNE-Kompetenzzentrums am Standort Nord-West in Bissendorf: „Wir freuen uns, die Stadt Herne als Modellkommune bei der weiteren Gestaltung und Entwicklung der Bildungslandschaft im Bereich BNE zu begleiten.“

 

Bild: Unterzeichnung der Zielvereinbarung zeigen: Dr. Frank Dudda unterzeichnete die Vereinbarung im Beisein von Andreas Merkendorf und Barbara Kruse.

 

Quelle: Stadt Herne

Foto: Philipp Stark/Stadt Herne