Eishockey: Herner EV steht nun im Playoff-Finale der Oberliga Nord

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Der Herner EV ist mit dem zweiten Sieg gegen die Tilburg Trappers ins Playoff-Finale der Oberliga Nord eingezogen. Nachdem Herne bereits Spiel eins am Freitag in den Niederlanden mit 4:1 für sich entschied, setzte sich die Mannschaft von Danny Albrecht am Sonntagnachmittag mit 3:0 (0:0/1:0/2:0) durch.

Dabei wurde von Beginn an klar, dass die Trappers etwas gutzumachen hatten. Tilburg setzte sich im Herner Drittel fest und wäre bereits früh in Führung gegangen, doch Max Hermens traf in der zweiten Spielminute nur den Pfosten. Der HEV saß in der Anfangsphase zu oft auf der Strafbank, überstand die Unterzahl-Situationen jedoch mit Geschick, großem kämpferischen Einsatz und einem überragenden Björn Linda im Tor. Die größte Möglichkeit im ersten Abschnitt für Herne hatte Patrick Asselin, der aber mit seinem Alleingang an den Schonern von Ian Meierdres hängenblieb.

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Auch im zweiten Drittel änderte sich nicht viel am Verlauf. Tilburg blieb weiter gefährlich, aber von Minute zu Minute erspielte sich auch der HEV, der erstmals im schwarzen Playoff-Trikot antrat, seine Möglichkeiten. Für das 1:0 sorgte dann Valentin Pfeifer. Der junge Stürmer wurde mustergültig von Dominik Piskor und Denis Fominych freigespielt, zog trocken ab und sorgte für den umjubelten Führungstreffer (29.). Wenig später hätte Patrick Asselin nachlegen können. Doch bei seinem berechtigten Penalty blieb Ian Meierdres der Sieger. So ging es mit einer 1:0-Führung des HEV in den letzten Abschnitt.

Die Trappers warfen im Schlussdrittel zwar noch mal alles rein, doch Herne verteidigte clever und setzte immer wieder Nadelstiche. Vor allem bei eigenen Kontern blieb der HEV gefährlich. Nils Liesegang schickte Marcus Marsall auf die Reise und dieser legte mustergültig quer auf seinen Sturmpartner Patrick Asselin. Der Kanadier lief erneut alleine auf Meierdres zu, machte es aber diesmal besser als bei seinem Penalty und erzielte das vorentscheidende 2:0 (45.). In der Folge machten sich die Gäste dann das Leben selbst schwer und zogen zu viele Strafzeiten. Eine Überzahl-Situation nutzte der Herner EV dann für das 3:0. Nils Liesegang legte die Scheibe quer auf Denis Fominych, der Stürmer zog voll durch und entschied die Partie zugunsten des HEV (53.). Björn Linda krönte seine überragende Leistung im Herner Tor am Ende noch mit einen Shutout und blieb ohne Gegentreffer.

„Der größte Punkt, warum wir diese Serie gegen einen Top-Gegner gewonnen haben, war die starke Defensivarbeit“, bilanzierte Danny Albrecht. „Jeder hat für den anderen gekämpft. Der mannschaftliche Zusammenhalt ist überragend. Die positive Stimmung im Team war sehr wichtig für das Weiterkommen“, freute sich der HEV-Coach.

Im Finale trifft sein Team nun ab dem kommenden Freitag entweder auf die Hannover Scorpions oder die Crocodiles Hamburg. Beide stehen sich am Dienstagabend in einem entscheidenden Spiel drei gegenüber. Sollte der HEV gegen die Scorpions ranmüssen, würe das erste Spiel am Freitag in Hannover stattfinden. Sollte sich Hamburg durchsetzen, hätte der HEV Heimreicht und würde am Freitag zuhause anfangen.

Tore:
1:0 28:57 Pfeifer (Piskor/Fominych)
2:0 44:06 Asselin (Marsall/Liesegang)
3:0 52:19 Fominych (Liesegang/Marsall) – PP1

Strafen: 10-14

 

Bild: Patrick Asselin (2. von rechts) erzielte das vorentscheidende 2:0 für den Herner EV und wird hier von seinen Mitspielern beglückwünscht. 

Quelle: Herner EV

Bildnachweis: Max Schneider/Herner EV