Corona-Update: Infos und Maßnahmen

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► Wie viele andere Städte und Kreise verzeichnet auch die Herne in diesen Tagen einen Anstieg von Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Um die Pandemie weiter einzudämmen, hatte der Krisenstab der Stadt Herne im Austausch mit der Bundeswehr entschieden, von dort Kräfte für Abstriche und die medizinische Fallbearbeitung anzufordern. Diese Unterstützung ist am Dienstag in Herne eingetroffen. 16 Bundeswehrangehörige haben ihren Dienst aufgenommen und unterstützen nun das Gesundheitsamt. Unter anderem werden sie in mobilen Teams unterwegs sein und Abstriche nehmen.
► Im Bereich der wewole STIFTUNG gibt es positive Fälle. Die Tests der Kontaktpersonen erfolgen kurzfristig in Zusammenarbeit mit der Stadt Herne, der wewole STIFTUNG, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Arbeiter Samariter Bund (ASB). Da es sich dabei in der Mehrzahl um Menschen mit Behinderung handelt, werden die Tests direkt in den Räumen der wewole STIFTUNG vorgenommen, insgesamt an vier Standorten. Die wewole STIFTUNG hat zudem ihre Behinderten-Werkstätten in Herne und Castrop-Rauxel erneut geschlossen. Diese Regelung für alle Werkstattbeschäftigten trat am Montag in Kraft und gilt bis auf weiteres. Geöffnet bleiben der Hofladen der wewole an der Nordstraße und die dortige Floristik sowie der Backshop „CAPpuccino“ im Hauptbahnhof Castrop-Rauxel.
► Im Evangelischen Krankenhaus an der Wiescherstraße gibt es mehrere positive Fälle bei Mitarbeitenden und Patienten. Das EvK steht im engen Austausch mit dem Gesundheitsamt. Weitere Testungen und Maßnahmen werden vorgenommen. Aufgrund der stark gestiegenen Zahl der Covid-19-infizierten Personen sieht sich das EvK außerdem dazu gezwungen, erneut ein Besuchsverbot für seine beiden Standorte in Herne-Mitte und Herne-Eickel auszusprechen. Zugang zu den Häusern haben ab Montag, 12. Oktober 2020, nur noch Patienten mit Behandlungstermin und Personen mit Ausnahmegenehmigung, etwa Angehörige von Palliativpatienten oder von medizinischen Härtefällen. „Es tut uns sehr leid für unsere Patienten und ihre Angehörigen, dass wir erneut einen Besucherstopp aussprechen müssen. Aber es ist uns wichtig, unsere Patienten und Mitarbeitenden vor einer Ansteckung zu schützen“, erklärt Danh Vu, Verwaltungsdirektor des EvK Herne. Angehörige, die persönliche Sachen, wie Wäsche oder andere dringend benötigte Dinge, vorbei bringen möchten, können diese an der Pforte abgeben. Mitarbeitende der einzelnen Stationen holen sie dann ab und sorgen dafür, dass der Patient alles erhält. Gibt es darüber hinaus Einzelfragen, helfen die Mitarbeitenden der Stationen weiter. „Wir werden uns auf jeden Fall stets um eine Lösung bemühen, die die Situation so erträglich wie möglich macht“, versichert Pflegedirektorin Beate Schlüter.
► Die Stadt prüft die Einführung einer generellen Maskenpflicht auch im Unterricht an weiterführenden Schulen und den Berufskollegs. Die Regelung soll am Montag, 26. Oktober, in Kraft treten. Aktuell läuft die Abstimmung mit den überörtlichen Behörden.
► In Kooperation mit der HCR, der Polizei und der Stadt wird es in Kürze eine gemeinsame Aktion geben, um die Einhaltung der Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr zu überprüfen.
► Mittlerweile sind auch die Kindergärten an der Wilhelmstraße und der Kindergarten Europagarten betroffen. Für einige Kinder und Erzieherinnen wurde vorsorglich Quarantäne angeordnet. Auch hier wird der Fachbereich Gesundheitsmanagement das übliche Verfahren anwenden.
► Die Stadtmarketing Herne GmbH hat den Herner Weihnachtsmarkt am Robert-Brauner-Platz abgesagt. Die Absage erfolgte in Abstimmung mit dem Krisenstab der Stadt (siehe weiter hinten in dieser Ausgabe).
► Der KOD hat stichprobenartig am Samstag die Sperrstunde kontrolliert und keine Auffälligkeiten festgestellt. Auch bei der Kontrolle von Personenansammlungen gabes kaum Auffälligkeiten, einzelne Personen wurden ermahnt.
► Das für den 27. bis 29. November geplante Strünkeder Adventsfest fällt coronabedingt aus.
► Aufgrund der steigenden Zahlen appelliert die Stadt weiter, die allgemein gültigen Hinweise zu beachten, also: Abstand halten, Hände waschen, Alltagsmaske benutzen. Auch im privaten Raum sollte man sich an den Regelungen der Coronaschutzverordnung orientieren. Also Kontakte und Feiern nach Möglichkeit reduzieren oder sie infektionssicher gestalten.