Drei Brüder für einen Bikepark

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Anton, Moritz und Julius Kleyboldt sind gerade mal neun, zwölf und 13 Jahre alt und sie haben Großes vor. Sie setzen sich für einen sogenannten Pumptrack beziehungsweise einen Dirtpark in Herne ein. Dabei handelt es sich um einen extra für Mountainbiker angelegten Park, wie es ihn beispielsweise im Sportpark in Datteln gibt.

Moritz, der die 7. Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums besucht sagt, dass „es viele Kids gibt, die gerne Fahrrad fahren. Bisher müssen wir immer in den Bikepark nach Recklinghausen fahren. Das sind circa 30 Minuten Fahrt. Nach der Schule haben wir oft keine Zeit dafür.“ Die drei Jungs sind nicht alleine damit: In Recklinghausen finden sich etliche Hernerinnen und Herner, die den dortigen Park in Anspruch nehmen.

Brief an den Oberbürgermeister

Die drei Jungs möchten sich aber nicht einfach nur über einen in Herne fehlenden Park beschweren. Sie möchten etwas tun. Also schreiben sie einen Brief an den Oberbürgermeister, indem sie mitteilen, dass sie begeisterte Biker sind und sich über die Einladung zu einem Gespräch freuen würden. Julius, 13 Jahre alt, besucht ebenfalls das Otto-Hahn-Gymnasium und hat im Politikunterricht noch etwas gelernt: „Vor rund einem Jahr sagte meine Lehrerin, dass wenn man etwas erreichen will, es immer besser ist, wenn man Unterschriften sammelt.” Gemeinsam mit Freunden sammeln die Jungs zehn Seiten Unterschriften in zwei Wochen. „Es hätten noch mehr sein können, aber irgendwann ist auch gut“ teilt Moritz noch mit.

Treffen mit der Stadtverwaltung

Am Montag, 5. Oktober 2020, werden die drei Jungs ins Rathaus Herne eingeladen, um mit Mitarbeitenden des Büros des Oberbürgermeisters und des Jugendamts über ihr Anliegen zu sprechen. Sie erklären, was ihr Vorhaben ist und tragen ihre Wünsche vor. Die Verwaltung wird jetzt prüfen, ob ein Bikepark in Herne erbaut werden kann. Die drei Brüder sind sich einig: „Es hat uns gefreut, dass wir eingeladen und gehört wurden. Natürlich wissen wir, dass es nicht leicht ist, einen Bikepark zu errichten“, so Julius.