Urban Art und Upcycling: Abwechslungsreiches Ferienprogramm

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Die Samenbomben liegen fertig auf dem Tisch; Chiara und Benjamin schauen zufrieden auf ihr Werk. Jetzt können sie mit ihren grünen Wurfgeschossen den Stadtteil verschönern. „Das macht Spaß und bald sieht man bunte Blumen“, sagt die Siebenjährige. „Es gibt nichts Besseres für die Ferien“, findet der Neunjährige.
Gemeinsam mit anderen Kindern nehmen sie am Ferienprogramm des Freizeitzen-
trums „Die Wache“ teil. Das Team hat sich für jeweils zwei Ferienwochen ein Motto vorgenommen. In der dritten und vierten Woche ist „Urban Art“ an der Reihe. Das bedeutet in diesem Falle: verschiedene kleine Kreativ-Aktionen oder Graffiti, Arbeiten mit Speckstein und Upcycling. Der abgezäunte Hof eignet sich bestens dafür, so werden die Graffitis auf einer großen Wand großflächig aufgesprüht und die Kinder probieren bestimmte Sprühschablonen aus.

Angebot wird gut angenommen
„Unser Angebot wird sehr gut angenommen. Die erste Ferienhälfte ist sehr gut gelaufen“, berichtet Björn Zöller. Der Erzieher unterstützt seine Kollegen seit fünf Jahren in der ehemaligen Polizeiwache. Dieses Jahr ist natürlich alles anders, aber es hat sich eingespielt. „Die Kinder haben sich schnell an die Regeln gewöhnt. Eine Besonderheit ist zum Beispiel, dass wir nun immer alles gemeinsam sauber machen, wenn wir ein Spielgerät benutzen“, erklärt Zöller. Ob Bewegung mit dem Diabolo, Pedalo, Gokart und Co. oder kreative Aktionen an der Staffelei – die Hygieneregeln müssten eben eingehalten werden und das habe auch sein Gutes, meint der Pädagoge. Die offene Einrichtung bietet täglich für sechs- bis 15-Jährige, zurzeit maximal 25 Kinder, das aktive Ferienprogramm (Montag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr) an. Ohne Zwang und alles freiwillig. Und zurzeit auch ohne erforderliche Anmeldung. Das findet guten Anklang und lässt sich sehr gut an den angrenzenden Spielplatz verlagern. Dort finden auch Sonderaktionen statt, heute ist zum Beispiel ein Zauberer zu Besuch.

Gruppen mit maximal zehn Kindern
In den letzten beiden Ferienwochen geht es in kleinen Gruppen mit maximal zehn Kindern zu Entdeckungen „around the corner“ im Stadtviertel. Und was kann man in der Nähe und um die Ecke herum alles erkunden und unternehmen? „Eine Menge spannender Dinge“, verspricht Zöller. Zum Beispiel Frisbee-Golf im Gysenbergpark spielen und vieles mehr. Das fünfköpfige Team freut sich schon, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

INFO

Die ersten drei Wochen sind schon wieder um – und trotz Corona kommt für die Kinder und Jugendlichen keine Langeweile auf, auch nicht in der zweiten Hälfte der Ferien. Noch bis zum 11. August bieten die Kinder- und Jugendzentren viele spannende Projekte an.
Mit dabei sind „Die Wache“ in Sodingen, das Spielezentrum in Herne-Süd, der Abenteuerspielplatz am Hasenkamp in Holsterhausen, der Heisterkamp in Eickel, das Jugendzentrum am Freibad in Wanne und die Begegnungsstätte Pluto in Bickern.
„Alle Einrichtungen haben ein Hygienekonzept. Wir haben unsere Angebote überarbeitet und entsprechend den aktuellen Corona-Schutzvorschriften unser Ferienprogramm neu geplant“, erklärt Marion Heuer von der städtischen Jugendförderung. So wurden die Gruppen verkleinert, die Kinder und Jugendlichen bleiben in festen Gruppen oder halten die Mindestabstände ein. Außerdem müssen die Teilnehmenden sich für die einzelnen Aktivitäten anmelden, damit Kontakte nachvollziehbar sind. Wer sich anmelden will, kann das bei den jeweiligen Einrichtungen tun, telefonisch, persönlich oder per E-Mail. Das vollständige Programm gibt es auf der Seite der Stadt Herne als PDF. Für Fragen stehen die städtische Jugendförderung unter Tel. 02323/1460285 und der Stadtjugendring montags bis donnerstags unter Tel. 02323/ 988850 zur Verfügung.

Die Highlights der 2. Ferienhälfte:
• Das Spielezentrum lockt in den ersten beiden Wochen zu Sommerolympiade, Spieleralley und ähnlichen verspielten Angeboten.
• Der Abenteuerspielplatz Hasenkamp bietet in der letzten Ferienwoche eine eigene kleine Kirmes mit Hüpfburg und Kirmesspielen.
• In der vierten Woche gibt es im Heisterkamp Detektivgeschichten und Rätsel. Erlebnisse und Abenteuer locken in den letzten beiden Wochen in den Gysenbergpark und zu Stockbrot und Lagerfeuer.
• Im Jugendtreff Am Freibad können Teenies in der vierten Ferienwoche mit Holz, Ton und Speckstein kreativ werden.
• Das Stadtteilzentrum Pluto bietet in der fünften Woche ein Multimedia-Camp an. In der sechsten Woche gibt es eine selbst gemachte Kirmes mit Spielbuden und allem, was dazu gehört.